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Reisen mit Kindern – mein Geheimtipp: Die Deutsche Spielzeugstraße durch Thüringen und Franken

Eines steht fest: Reisen mit Kindern macht nur dann richtig Spaß, wenn auch die lieben Kleinen begeistert sind – und beim Sightseeing nicht nur quengelnd den Großen durch Städte und Museen nachlaufen müssen. Unter diesem Blickwinkel habe ich mit meiner Familie das perfekte Reiseziel entdeckt: Die Deutsche Spielzeugstraße (www.spielzeugstrasse.de), die über 300 Kilometer Länge durch Thüringen und Franken führt und kleine wie große Menschen wirklich ins Träumen und Staunen versetzt. Falls Ihr momentan schon den Urlaub für das Jahr plant: Diese Reise durch einen Teil deutscher Geschichte kann ich wirklich empfehlen, meine beiden Zwillingstöchter werden das bestätigen.

Wir haben Urlaub im thüringischen Sonneberg gemacht, ein bedeutender Ort im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, denn Sonneberg galt damals als die Hauptstadt der Spielwaren – die Kaufleute aus Sonneberg beherrschten den Weltmarkt. Davon zeugt heute noch das Deutsche Spielzeugmuseum in Sonneberg (www.deutschesspielzeugmuseum.de), das bereits im Jahr 1901 gegründet wurde und eine der wichtigsten historischen Spielwaren-Sammlungen Deutschlands beherbergt. Klar, dass auch das Spielen in einem Spielzeugmuseum nicht zu kurz kommen darf! Besonders beeindruckt hat meine Töchter und mich aber die „Thüringer Kirmes“, das bekannteste Ausstellungsstück des Museums. 67 Figuren aus dem Jahr 1910 sind dort aufgebaut, die mit viel Liebe zum Detail gestaltet sind und eine typische Kirmes- oder Kirchweih-Szenerie aus dem 19. Jahrhundert zeigen. Übrigens bietet das Museum auch ein tolles Begleitprogramm an, zum Beispiel gibt es extra Ferienprogramme für Kinder.

Oder lieber kuscheln statt schauen? Dann solltet Ihr unbedingt ins Deutsche Teddybären Museum Sonneberg gehen (www.martinbaeren.de). Es liegt direkt in der Sonneberger Fußgängerzone, aber übersehen kann man es ohnehin nicht: Ein 3,40 Meter großer Bär begrüßt bereits im Schaufenster die kleinen und großen Teddybär-Freunde, sitzend wohlgemerkt. Steht der Bär, ist er mehr als fünf Meter groß und hat es damit ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Im Museum kann man die Geschichte der flauschigen Gesellen nachverfolgen oder selbst einen Teddy basteln, den man dann samt Geburtsurkunde mit nach Hause nehmen darf.

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So viel Programm macht ganz schön müde! Ich war froh, dass wir uns abends in einem schönen Hotel ausruhen konnten. Und natürlich sind wir auch bei der Hotelwahl dem Thema Spielzeug treu geblieben. Das Spielzeughotel Sonneberg (www.spielzeughotel-sonneberg.de) bietet gepflegte Zimmer und Appartements zu vernünftigen Preisen. Verlaufen kann man sich dort kaum: Jede Etage hat ein eigenes Thema – in der ersten Ebene finden sich die Eisenbahnzimmer, in der zweiten sind die Teddybären zu Hause und in der dritten die Puppen.

Wer dagegen am Abend nur fußmüde ist und noch mehr sehen möchte, kann Sonneberg auch bei einer Tour mit der Pferdekutsche entdecken, natürlich inklusive zahlreicher Geschichten rund um den Ort. Die Kutschentouren beginnen nach Einbruch der Dunkelheit und können über die Tourismusinformation gebucht werden (www.sonneberg-tourismus.de). Spielzeug und Pferde – ein Angebot, das gerade kleine Mädchen lieben werden.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Planen und Reisen, schreibt mir einmal, wie es Euch gefallen hat!

Eure Claudia Zange-Schneider, Online-Shop Kleine Diva